Heute möchte ich einige Worte über das schnurlose Tastatur-Maus-Set 8900P von Rapoo verlieren, mit dem ich einige Wochen lang spielen konnte.

Beschreibung

Das Rapoo 8900P, welches bei Amazon aktuell für 75 € zu haben ist, besteht aus einer Tastatur, einer Maus sowie einem USB-Dongle. Letzteres dient als Empfangsgerät.

Rapoo Laser Combo 8900P schnurlos Tastatur mit Maus bei Amazon

Für meinen Geschmack ist die Tastatur eine der Schönsten, die mir jemals untergekommen ist und hat womöglich deswegen 2012 den bekannten iF Design Award gewonnen. Die stylische Tastatur ist lediglich 4 Millimeter hoch und besitzt verschiedene Multimedia-Tasten, die bei Berührung ein Feedback in Form einer Vibration von sich geben.

Ich persönlich konnte auf dieser flachen Tastatur gut und vor allem schnell schreiben, weswegen ich sie an Personen weiterempfehlen kann, die - wie ich - das Zehnfingersystem beherrschen und auch öfter längere Texte schreiben. Voraussetzung ist allerdings kein WLAN zu besitzen. Aber dazu später mehr.

Die schnurlose Maus, die ausschließlich für Rechtshänder gedacht ist, verfügt neben den obligatorischen Vor- und Zurück-Tasten auf der linken Seite und einem Mausrad, über einen Zoomschalter - dieser steuert unter Windows die Bildschirmlupe - sowie einen Schalter mit dem es möglich ist, zwischen den beiden Auflösungen 800 und 1600 DPI zu wechseln. Bei 1600 DPI reagiert der Mauszeiger empfindlicher auf Bewegungen.

Installation und Treiber

Unter einer Linux-Distribution muss zur Installation lediglich der USB-Dongle angeschlossen werden. Anschließend sollten die Tastatur und Maus automatisch erkannt werden. Unter Windows funktioniert es prinzipiell ähnlich, allerdings kann es notwendig sein - wie in einigen Amazon-Rezensionen nachzulesen - die Pairing-Software einmalig auszuführen, um den Dongle mit den beiden Geräten zu koppeln.

Der Windows-Treiber - der in meinem Augen optional ist - bringt eine Konfigurationssoftware mit, die es möglicht, die Belegung einzelner Tasten beider Geräte zu verändern. Allerdings hat der Treiber einen ziemlich nervigen Fehler, der eigentlich bei keinem Gerät auftreten sollte: Da er Administrationsrechte benötigt, fragt er bei jedem Windows-Start nach entsprechenden Berechtigungen. Falls man mit einem Konto mit Benutzerrechten arbeitet, darf man somit jedes Mal sein Administratorkennwort eingeben. Dies darf in der heutigen Zeit einfach nicht vorkommen.

Allerdings ist dies bei weitem nicht das größte Manko dieses Tastatur-Maus- Sets.

Empfangsprobleme bei WLAN

Sollte man ein WLAN zu Hause verwenden, was unter anderem auch auf 5G funkt, Finger weg von diesem Set! Meine Aussage ist übrigens dahingehend interessant, wenn man berücksichtigt, dass rapoo auf der Produktseite mit "5G anti-interference wireless" wirbt.

Dies erklärt übrigens auch die aktuell schlechte Durchschnittsbewertung bei Amazon von 3 Sternen. Sowohl die Maus als auch die Tastatur müssen mit regelmäßigen Aussetzern kämpfen. In meinem konkreten Fall bedeutet das, dass die Maus ab und an im Betrieb stockt und die Tastenschläge nicht immer erkannt werden. Letzeres ist in meinen Augen ein KO-Kriterium, da ein schnelles Schreiben dadurch nicht möglich ist.

Dies ist übrigens plattformübergreifend und tritt in meinem Fall sowohl unter Windows 7, als auch unter der Linux-Distribution Arch Linux auf.

Fazit

Schade! Obwohl mir das Design der Tastatur auf jeden Fall sehr gefallen hat und sie prinzipiell auch schnelles Schreiben ermöglicht, werde ich das Set Rapoo 8900P wieder verkaufen müssen. Über den Fauxpas mit den Windows-Treiber, der beim Starten jedes Mal nach Administrationsrechten fragt, kann man möglicherweise noch hinwegsehen. Das regelmäßige Aussetzen der Verbindung und somit das Nichtregistrieren von Tastenschlägen - was durch ein WLAN-Netzwerk erklärt wird - ist für mich jedoch ein absolutes KO-Kriterium.

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